Stadtentwicklung muss künftige Wohntrends berücksichtigen
Kreis-CDU startet Veranstaltungsreihe zu „Kreis Soest 2030“
Mit rund 60 Teilnehmern war das erste Werkstattgespräch des CDU-Kreisverbandes Soest der Veranstaltungsreihe „Kreis Soest 2030“ gut besucht. „Wie wollen wir künftig leben“ lautet der Titel der Auftaktveranstaltung. Zunächst stellten jedoch der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Schulte-Drüggelte (Möhnesee) und sein Stellvertreter Manfred Burs (Wickede) die Veranstaltungsreihe vor.
„Unser Ziel ist es, schon heute Leitlinien zu entwickeln, wie sich der Kreis Soest bis zum Jahr 2030 entwickeln soll“, machten die CDU-Politiker deutlich. In sechs Veranstaltungen sollen bis zum Herbst 2012 Themen diskutiert werden, die für die künftige Entwicklung des Kreises von Bedeutung sind. „Wir wollen die Ziele nicht vorgeben, sondern in Gesprächen mit unseren Mitgliedern und mit Experten gemeinsam erarbeiten.“
Deutlich wurde, dass die Stadtplanung schon heute künftige Wohntrends berücksichtigen müsse. Zum Thema Wohnen hatte die CDU Ulrich Kraus von der NRW-Bank in Düsseldorf, Birgit Pohlmann vom Verein für generationenübergreifendes Wohnen in Dortmund und Kay Noell vom Landesbauministerium gewonnen. Kraus stellte zunächst die „Entwicklungsperspektiven am Wohnungsmarkt des Kreises Soest“ vor. In seiner Analyse zeigte er auf, dass es im Kreis sehr viel Altbaubestand gibt, die Altersgruppe, die Haushalte gründet, zurückgeht, die Zahl der ein- bis zwei Personenhaushalte wächst und es im Kreis überdurchschnittlich viele Ein- und Zweifamilienhäuser gibt. Er mahnte, es mache keinen Sinn, neue Häuser zu bauen und den bestehenden Wohnraum leer stehen zu lassen. Besser wäre es, den bestehenden Wohnraum aufzuwerten.
In der von Petra Vorwerk-Rosendahl (Werl) geleiteten Diskussion machte Birgit Pohlmann deutlich, dass die älteren Menschen eine gute Infrastruktur forderten, auch deshalb würden sie immer stärker in den Ortszentren leben wollen. Gleichzeitig würden sich aber immer mehr ältere Menschen auch nach neuen Wohnformen im Ater umsehen. Diese Wohnformen müssten in Prozessen von den Betroffenen selber erarbeitet und entworfen werden. Die Prozesse sollten von Fachleuten moderiert werden. Kay Noell wies darauf hin, dass die Menschen so lange wie möglich in ihrer eigenen Wohnung leben wollten. Also müssten die Wohnungen „altengerecht“ gebaut bzw. umgebaut werden. Es sei aber schwierig, schon heute eine zielgerichtete Prognose für 2030 abzugeben.
Einigkeit bestand allgemein darin, dass Konzepte für den Erhalt funktionsfähiger Dörfer erforderlich seien. Hier würden die Menschen leben und sich wohlfühlen. Insbesondere die Infrastruktur in den Dörfern müsse erhalten bleiben
Studie zum Wohnungsmarkt im Kreis Soest hier.
Veranstaltunsbericht hier
Fotos von der Veranstaltung hier |