Thies und Schulze Föcking wollen mehr Wertschätzung für Landwirte

Dass Hans-Jürgen Thies Anwalt ist und als CDU-Bundestagsabgeordneter auch Anwalt der Menschen seiner Heimat in Berlin sein möchte, das bekamen die Zuhörer am Freitag bei der agrarpolirischen Veranstaltung mit NRW-Landwirtschaftsministerin Christina Schulze-Föcking und dem Bundestagskandidaten auf dem Hof von Eckhard Uhlenberg in Werl-Büderich deutlich zu spüren. Dabei war es nicht nur sein leidenschaftliches Plädoyer zur Novellierung des Landesjagdgesetzes, das die Gäste in der zum Bersten gefüllte Scheune auf dem Hof des Ex-Landwirtschaftsministers zu stürmischem Applaus hinriss, sondern auch sein Einsatz und der der Ministerin für eine „sinnvolle und effektive“ Landwirtschaftspolitik auf Landes- und Bundesebene. Mit der souverän und kompetent wirkenden Ministerin an seiner Seite erfuhr Thies überzeugende Schützenhilfe. Beide brachten zahlreiche Positionen aufs Tableau, die den Landwirten unter den Nägeln brennen.

In dem Kandidaten und der Ministerin haben sich zwei charismatische Politiker gefunden, die ein gleiches Ziel verfolgen: Sie wollen Politik „mit einem weiten Herzen für die bäuerliche Landwirtschaft“ (Thies) machen, die „nicht über, sondern mit den Landwirten auf Augenhöhe erfolgt“, so Schulze-Föcking, von Haus aus selbst Landwirtin. Beide sprachen sich für eine größere Wertschätzung von Nahrungsmitteln und der Arbeit der Landwirte aus. „Diese brauchen eine in allen Bereichen verlässliche Politik und langfristige Planungssicherheit, damit die Höfe auch über Generationen erhalten bleiben können.“ Es müssten im gegenseitigen Austausch mit den Landwirten kluge Rahmenbedingungen im ökologischen und ökonomischen Gleichgewicht geschaffen werden.

Beide bezogen klar Stellung - zur 2018 anstehenden Novellierung des Landesjagdgesetzes oder zur Abschaffung der Hygieneampel. Die aktuell drohende afrikanische Schweinepest sei nicht zu unterschätzen. „Das Schwarzwild muss weniger werden“, so Thies über die wichtige Hege und Pflege und das ökologische Gleichgewicht innerhalb der Reviere, die von den Jägern geleistet werde. Angesprochen wurden die Untersuchungspflicht für Wirtschaftsdünger, die Düngeverordnung und die Wasserkooperation mit Mastställen, das NRW-Ringelschwanzgesetz, der Vertragsnaturschutz und das Verbandsklagerecht der. Es sei keine Frage, dass das Tierwohl und auch der Naturschutz gefördert werden müssen. „Nur müssen sinnvolle und ökonomisch tragbare Lösungen her“, sind sich beide Politiker einig. Diffamierungen seien hier fehl am Platze. Das Publikum beteiligte sich im Anschluss bei Brezeln und Bier an einer lebhaften Diskussion über landwirtschaftliche Belange.

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