Gemischte Gefühle bei der CDU
Auch wenn die Union wieder deutlich als stärkste Partei in den Deutschen Bundestag einziehe und vom Wähler einen klaren Regierungsauftrag erhalten habe, sind die Christdemokraten unzufrieden. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen“, lautete der Tenor in der jüngsten Vorstandsberatung. Es sei nicht gelungen, die eigentlich gute Politik der letzten Jahre zu vermitteln. Die CDU habe aber auch manche Sorgen und Ängste in der Bevölkerung nicht richtig aufgenommen, analysierte Mertens.
Der frisch gewählte Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Thies freut sich „wie Bolle“ auf seine neuen Aufgaben. „Ich möchte eine gute Wahlkreisarbeit machen. Das ist mir das Wichtigste.“ Auch wenn das Gesamtergebnis unbefriedigend sei, habe der Wähler der Union einen klaren Regierungsauftrag gegeben, den es nun umzusetzen gelte.
Nachdem die SPD angekündigt hat, sich aus der staatspolitischen Verantwortung zu ziehen und keine Regierungsverantwortung zu übernehmen, gebe es nur noch eine realistische Regierungsbildung aus CDU/CSU, FDP und Grünen. Die Alternative wären Neuwahlen, „das ist für uns aber keine Option“, unterstrich Mertens.