CDU Kreisverband Soest

Lohn: "Unsere Zementindustrie profitiert vom EU-Klimaschutzpaket"

Das am 12.12.08 auf dem EU-Gipfel in Polen beschlossene Klimaschutzpaket hat unmittelbare Auswirkungen auf die heimische Zementindustrie.
"Die Zementindustrie kann sich freuen. Auf Drängen von Bundeskanzelerin Merkel wird dieser energieintensive Bereich von der Pflicht ausgenommen, CO2-Emissionszertifikate teuer ersteigern zu müssen.", berichtet Werner Lohn. Die Befürchtungen von Geschäftsleitungen und Betriebsräten der heimischen Zementwerke in Erwitte und Geseke, dass der Erwerb von teuren Emissionszertifikaten die Konkurrenzfähigkeit und damit auch die Arbeitsplätze gefährden könnte, dürften sich damit erledigt haben. Die Betriebsräte hatten sich mit Unterschriftenlisten an den heimischen Abgeordneten gewandt. Lohn, der sich bereits seit 2006 mit diesem Thema beschäftigt, hat die Bedenken der Zementindustrie mit der NRW-Wirtschaftsministerin Thoben (CDU) sowie mit dem Bundestagsabgeordneten Schulte-Drüggelte (CDU) und dem Europaabgeordneten Dr. Liese (CDU) erörtert.
Werner Lohn MdLWerner Lohn MdL
Lohn sieht in der Befreiung keine Abkehr von den ambitionierten Umweltschutzzielen, da "unsere Zementindustrie bereits heute mit modernster Technik arbeitet und weitere erhebliche CO2-Reduzierungen kurzfristig kaum möglich erscheinen". Gerade in der heutige Zeit müsse die Politik alles unterlassen, was unnötig Arbeitsplätze gefährde.
Auch nach 2013 werden also energieintensive Branchen wie Stahl- oder Zementfabriken - insgesamt rund 80 Prozent der Industrie - ihre Emissionszertifikate weiter gratis erhalten, sofern sie moderne technische Standards erfüllen. Allerdings müssen die Betriebe ihre Emissionen bis 2020 um rund 20 Prozent reduzieren, denn die Zahl der Zertifikate wird Jahr um Jahr abgesenkt.