CDU Kreisverband Soest

Wachstum hat Vorrang

Der neue geschäftsführende Vorstand der CDU im Kreis Soest hat am vergangenen Wochenende auf dem Rittergut Störmede die Arbeit für die kommenden Jahre aufgenommen. Zwei Tage lang diskutierten die Vorstandsmitglieder über die wirtschaftliche Lage in der Region, zogen Bilanz über die ersten Erfolge der neuen Bundesregierung und legten konkrete Ziele für 2026 fest. Es ist die erste Klausurtagung unter der Führung von Oliver Pöpsel, der seit November 2025 den Kreisvorsitz innehat und gleichzeitig als direkt gewählter Bundestagsabgeordneter den Wahlkreis Soest in Berlin vertritt.

Wirtschaftslage im Kreis Soest: Stärken nutzen, Strukturen verbessern

Einen besonderen Schwerpunkt legte die Klausurtagung auf die wirtschaftliche Situation im Kreis Soest. Als Referent konnte der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Kreis Soest, Markus Helms, begrüßt werden. Er erläuterte die aktuellen Unterstützungsmaßnahmen für lokale Unternehmen.

Der neue CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Oliver Pöpsel machte deutlich: „Unsere Region lebt von einem starken Mittelstand und einer leistungsfähigen Landwirtschaft. Darauf können wir stolz sein – aber wir müssen die Rahmenbedingungen verbessern, damit das so bleibt.“ Mit seiner Doppelfunktion als Kreisvorsitzender und Abgeordneter in Berlin will Pöpsel die Interessen des Kreises Soest künftig noch direkter in die Bundespolitik einbringen.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig: Deutschland steckt nicht in einer konjunkturellen, sondern in einer strukturellen Krise. Zu hohe Energiekosten, zu viel Bürokratie und zu viele Berichtspflichten bremsen das Wachstum und gefährden die Wettbewerbsfähigkeit. Pöpsel verwies auf Bundeskanzler Friedrich Merz, der 2026 zum „Jahr des Wachstums“ ausgerufen und zur „Schicksalsfrage der Nation“ erklärt hat.

Bilanz: Was die neue Regierung bereits erreicht hat

Pöpsel zog eine positive Zwischenbilanz der Reformpolitik: „Wir haben einen Herbst der Reformen hinter uns. Die ersten Weichen sind gestellt – jetzt geht es darum, die Ergebnisse bei den Menschen ankommen zu lassen.“

Konkret nannte er folgende Maßnahmen, die bereits auf den Weg gebracht wurden:

  • Entlastung für Unternehmen: Das steuerliche Investitionssofortprogramm ermöglicht Unternehmen eine degressive Abschreibung von bis zu 30 Prozent für Investitionen zwischen Juli 2025 und Januar 2028. Ab 2028 sinkt die Körperschaftsteuer schrittweise von 15 auf 10 Prozent. Auch der Thesaurierungssteuersatz für einbehaltene Gewinne wird auf 25 Prozent gesenkt.
  • Entlastung bei Energiekosten: Seit dem 1. Januar 2026 profitieren Wirtschaft und Verbraucher von der Abschaffung der Gasspeicherpauschale,
  • deutlich reduzierten Netzentgelten und einer gesenkten Stromsteuer für das produzierende Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft.
  • Entlastung für Landwirtschaft und Gastronomie: Die Agrardieselvergütung wurde vollständig wiedereingeführt. Die Gastronomie profitiert von der reduzierten Umsatzsteuer auf Speisen.

Ausblick: Was die CDU als nächstes anpacken will

Doch dabei soll es nicht bleiben. „Die CDU im Kreis Soest nimmt Fahrt auf“, so Pöpsel. „Wir wollen nicht nur verwalten, sondern gestalten – und zwar konkret.“ Die Klausurtagung formulierte klare nächste Schritte: „Wenn es die Haushaltslage zulässt, wollen wir die Senkung der Körperschaftsteuer vorziehen“, so Pöpsel. Weitere Ziele: eine Vereinfachung der Gewerbesteuer und des Unternehmenssteuerrechts sowie die Rücknahme der Luftverkehrsteuer.

Auch das Thema Leistung und Arbeit stand im Mittelpunkt. Die CDU Kreis Soest fordert unter anderem steuerfreie Überstundenzuschläge, verbesserte Hinzuverdienstregeln für Grundsicherungsempfänger und eine „Work-and-stay-Agentur“, um die Anwerbung von Fachkräften zu vereinfachen. Hinzu kommen die Senkung der Einkommensteuer für kleine und mittlere Einkommen, die Bekämpfung von Sozialstaatsmissbrauch und die vollständige Abschaffung des Solidaritätszuschlags.

Klares Ziel: Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Oliver Pöpsel fasste die Ergebnisse der Klausurtagung zusammen: „Alles, was Wachstum schafft und die Wettbewerbsfähigkeit stärkt, hat Vorrang. Unser Ziel ist klar: Das Potenzialwachstum muss wieder deutlich über ein Prozent steigen. Deutschland muss wieder ein attraktiver Standort für Investitionen und Innovationen werden – und der Kreis Soest soll dabei vorne mit dabei sein.“ Die klare Botschaft der Klausurtagung: Mit der neuen Führung will die CDU im Kreis Soest sichtbarer werden, näher an den Menschen sein und die Region aktiv nach vorne bringen.