Den aktuellen Beschluss von SPD, Linken und Grünen im Landtag, die Studiengebühren in NRW wieder abzuschaffen bewertet der Landtagsabgeordnete Werner Lohn (CDU) kritisch: „Studentinnen und Studenten aus finanzschwächeren Familien haben nichts von der Abschaffung der Studiengebühren. Denn alle, die bisher „BaFöG“ erhalten, haben auch bis heute schon faktische keine Studiengebühren gezahlt. Die Gesamt-Darlehnssumme für BaFöG - mit oder ohne Studiengebühren - war für die Dauer eines fünfjährigen Studiums bisher auf 10000 Euro begrenzt.“
Deshalb profitieren von der SPD-, Linken und Grünen-Initiative, so Lohn, nur die Besserverdienenden. Z.B. spare ein Landtagsabgeordneter, der sicher zu den Besserverdienenden zu zählen sei, jetzt bei zwei studierenden Kindern 2000 Euro pro Jahr, die im Gegenzug zunächst von der SPD-Grünen-Minderheitsregierung „auf Pump“ finanziert werden sollen, um danach von jedem „Ottonormalverbraucher oder Geringverdiener“ zurückgezahlt werden zu müssen. „Was daran sozial sein soll, wenn Gering- und Normalverdiener für die Wohlhabenden bezahlen sollen, erschließt sich mir nicht. Deswegen habe ich guten Gewissens gegen die Abschaffung der bisher sozial ausgestalteten NRW-Studiengebühren gestimmt.“ begründet Werner Lohn seine Stimmabgabe bei der namentlichen Abstimmung im Landtag.