Die CDU-Kreistagsfraktion will die rettungsdienstliche Versorgung verbessern. Mit einem Antrag an den Kreistags-Ausschuss für das Rettungswesen fordert die CDU die Kreisverwaltung auf, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Ziel ist es dabei, insbesondere die Rettungszeiten für die Orte Ense, Lippetal, Möhnesee, Rüthen und Welver zu verbessern.
Seit 2003 gibt es die Zielvorgabe, dass in 94 Prozent der Fällen die Hilfsfrist von 12 Minuten eingehalten werden soll, d.h. innerhalb von zwölf Minuten nachdem ein Notruf bei der Rettungsleitstelle aufgenommen wurde, soll ein Rettungsfahrzeug am Unfallort eintreffen.
In den genannten Orten wird diese Zielvorgabe allerdings nicht immer eingehalten. „Diese Situation wird von der CDU-Kreistagsfraktion als nicht befriedigend angesehen“, heißt es in dem vom Fraktionsvorsitzenden Ulrich Häken (Ense) und vom CDU-Sprecher im Rettungsausschuss Manfred Burs (Wickede) unterzeichneten Antrag.
Zu Verzögerung kommt es auch dadurch, dass Fahrzeuge die eigentlich als Rettungswagen eingesetzt werden, auch als Fahrzeuge für „normale, nicht eilbedürftige Krankentransporte“, z. B. von einem Krankenhaus zu einem anderen Krankenhaus, eingesetzt werden. Hier soll die Verwaltung prüfen, „wie Rettungswagen für bestimmte Einsatzorte, z. B. Rüthen, nicht mehr für Krankentransporte eingesetzt werden“, um für Notfälle zur Verfügung zu stehen. Hierzu soll die Verwaltung auch Kontakt mit den Krankenkassen aufnehmen, denn die Krankenkassen finanzieren wesentlich den Rettungsdienst.
Ferner fordern die Christdemokraten, dass die Sicherstellung einer bedarfsgerechten und flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung überprüft und bei Bedarf fortgeschrieben wird.