CDU Kreisverband Soest

CDU-Kreistagsfraktion zu Gast bei der Rettungswache Belecke

Träumen war erlaubt für das Quartett in der Rettungswache Belecke, das gestern beim Besuch der CDU-Kreistagsfraktion auf ihrer Sommertour. „Eine große Rettungswache in Belecke wäre ein idealer Standort“, sagte ihr Dienstherr Hans-Peter Trilling, Abteilungsleiter Rettungsdienst, Feuer- und Katastrophenschutz und ärztlicher Leiter beim Kreis Soest.


Aber es wurde auch deutlich, dass es bei diesem Traum bleiben wird. Denn das subjektive Empfinden, dass der Rettungsdienst erheblich besser organisiert werden könnte, das sich aus den Wortmeldungen der Fraktionsmitglieder herauskristallisierte, prallt ab an den Einsatzstatistiken und gesetzlichen Vorgaben. Es verwunderte den Warsteiner CDU-Ratsfraktionsvorsitzenden Peter Linnemann, dass in Belecke ein RTW zwar 24 Stunden lang einsatzbereit steht, am Maria Hilf-Krankenhaus aber um 19.30 Uhr „Feierabend“ ist und der Dienst des dort stationierten Fahrzeugs von den Rettungswachen in Meschede, Brilon oder Erwitte übernommen werden muss, wenn der Belecker RTW unterwegs ist. Die gesetzliche Vorgabe besagt, dass im Notfall innerhalb von 12 Minuten Hilfe am Patienten oder Unfallort sein muss, und die wird in Warstein zu 90 Prozent eingehalten.

Hans-Peter Trilling sagte aber auch, dass gerade der Rettungsdienst verstärkt „zweckentfremdet“ eingesetzt wird für Fahrten, die gar nicht zu seinem Aufgabenbereich gehören. Das sind häufig Verlegungen von Patienten in ein anderes Krankenhaus. Aber auch kreisübergreifend ist gewährleistet, dass rechtzeitig Hilfe geleistet werden kann. Trotzdem, Rolf Crede vom Belecker Team, sagte, es sei manchmal „schwer zu verarbeiten“ für ihn und seine Kollegen, wenn man wisse, gerade eine Fahrt nach Lippstadt zum Krankenhaus machen zu müssen, während in Warstein jemand auf Hilfe warte.