CDU will Inklusion intensiv begleiten
Mitglieder der CDU-Kreistagsfraktion Soest und heimische CDU Politiker aus Bad Sassendorf und Hultrop besuchten im Rahmen ihrer Sommertour auch die Integrative heilpädagogische Tagesstätte St. Barbara in Lippetal Hultrop. Thema des Besuchs war die angestrebte Inklusion von behinderten Kindern in Regeleinrichtungen.
Der Leiter Franz Berntzen mit Thomas Becker und Burgis Korte von der Caritas Soest als Träger, informierte die Teilnehmer über die Arbeit und Philosophie der Hultroper Einrichtung, die in ihrer Ausstattung mit Reithalle und Therapieschwimmbecken und der warmherzigen Betreuung der gesamten betroffenen Familien fast einzigartig in NRW ist. 65 Kinder können in der Einrichtung betreut werden, darunter sind im Moment 20 nichtbehinderte Kinder aus der näheren Umgebung. In dieser Einrichtung wird seit fast 40 Jahren Integration in bestausgestatteten Räumen, mit fachlich hervorragendem Personal und bester Frühfördermöglichkeiten mit behinderten und nicht behinderten Kindern gelebt. Nach der Besichtigung der Einrichtung klang öfter die Frage an, ob ein Regelkindergarten und eine Regelschule im Falle der geforderten Inklusion diese hervorragende Förderung für die betroffenen Kinder vorhalten kann. Bei leichteren Behinderungen ist dies sicherlich kein großes Thema und wird ja auch heute schon in vielen Bereichen sehr gut praktiziert, bei Schwerbehinderungen oder Mehrfachbehinderten wird eine optimale Versorgung wie in der Einrichtung in Hultrop in einer Regeleinrichtung nur mit enormen Kraftanstrengungen und hohen Kosten zu gewährleisten sein. Der Leiter Franz Berntzen sprach auch das Vorzeigeland für Inklusion Schweden an. Hier gibt es aber den Unterschied, dass schwer- und mehrfach behinderte Kinder nicht der Schulpflicht unterliegen, wie in Deutschland und dann ausschließlich zu Hause oder in Heimen betreut werden. Die PolitikerInnen waren sich einig, dass das Thema Inklusion noch viele Unwägbarkeiten bereit hält und intensiv begleitet werden muss und dass dem Behinderten im Kreis Soest auch weiterhin diese besten Therapie- und Lernmöglichkeiten vorgehalten werden müssen.