CDU Kreisverband Soest

CDU muss Problemerkenner und Problemlöser sein

Spitze der Kreispartei diskutierte über die Zukunft der Volksparteien

„Parteien erhalten ihre Legitimation durch Leistung“, lautete eine der Kernaussagen des Parteienforschers Dr. Karsten Grabow beim jüngsten Treffen der Mitglieder des CDU-Kreisvorstandes und der Vorsitzenden der CDU-Ortsunionen. Grabow ist bei der Konrad-Adenauer-Stiftung intensiv mit dem Projekt „Zukunft der Volksparteien“ befasst.


Die Spitze der Kreis-CDU diskutierte über die Zukunft der Volksparteien. In der Mitte der Referent Dr. Karten Grabow von der Konrad-Adenauer-Stiftung und der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Schulte-Drüggelte.Die Spitze der Kreis-CDU diskutierte über die Zukunft der Volksparteien. In der Mitte der Referent Dr. Karten Grabow von der Konrad-Adenauer-Stiftung und der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Schulte-Drüggelte.

Die Umfragewerte der CDU würden in den letzten Monaten kontinuierlich steigen und die Kompetenzwerte der Parteivorsitzenden, Bundeskanzlerin Angela Merkel, ebenso. Bei Bewältigung der Eurokrise würde die europäische Öffentlichkeit insbesondere ihr die Lösungskompetenz zuschreiben. Der Referent hatte jedoch auch für die praktische Arbeit vor Ort eine Reihe von Hinweisen mitgebracht.

Gerade bei der täglichen kommunalpolitischen Arbeit müsse sich die CDU als Problemerkenner und Problemlöser erweisen. Dafür sei es notwendig, die Menschen stärker an der Diskussion zu beteiligen. Die Partei müsse auf die Öffentlichkeit zugehen, sie informieren, anschließend Lösungsansätze benennen und diskutieren. Dabei, so stellte Grabow fest, ginge es weniger um weltanschauliche Grundsätze als um Effizienz. „Gefragt sind in erster Linie pragmatische Lösungen und nicht die grundsätzliche theoretische Diskussion“.

Der Parteienexperte empfahl zudem, die Mitglieder verstärkt in den Diskussionsprozess mit einzubeziehen. „Hier sind wir schon aktiv“, erläuterte der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Schulte-Drüggelte MdB und wies auf die Veranstaltungsreihe „Kreis Soest 2030“ hin, bei der zu sechs verschiedenen Themenfeldern in offenen Foren über Zukunftsfragen diskutiert wird.

Auch über die verschiedenen Ansätze zur „Öffnung der Partei“ wurde debattiert. Auf Ablehnung stießen Überlegungen anderer Parteien, wonach z.B. auch Nicht-Mitglieder an innerparteilichen Wahlen oder Kandidatenauswahlen teilnehmen sollen. „Das lehnen wir ab. Wir laden jeden herzlich ein mitzumachen. Wer aber Mitgliederrechte in Anspruch nehmen will, muss sich auch zu unserer Partei bekennen und Mitglied sein“, war man sich im CDU-Vorstand einig.