CDU Kreisverband Soest

CDU-Kreisvorstand: Es muss ein Ruck durch die Partei gehen

Werner Lohn MdL, Eckhard Uhlenberg MdL, Eva Irrgang, Armin Laschet MdL und Bernhard Schulte-Drüggelte MdB.Werner Lohn MdL, Eckhard Uhlenberg MdL, Eva Irrgang, Armin Laschet MdL und Bernhard Schulte-Drüggelte MdB.

Armin Laschet zu Gast bei der CDU-Kreisspitze

„Wir sind mehr wert als 26 Prozent“, rief Armin Laschet am Montag den Mitgliedern des CDU-Kreisvorstandes zu. Laschet gilt als designierter Landesvorsitzender der CDU-NRW. Derzeit besucht er die 54 CDU-Kreisverbände im Land, um gemeinsam den Ausgang der Landtagswahl zu analysieren und seine Vorstellungen für die Arbeit der größten Landespartei der CDU vorzustellen.

Das Ergebnis der Landtagswahl bezeichnete er als absoluten Tiefpunkt in der Geschichte der CDU-NRW. Mitglieder des CDU-Kreisvorstandes kritisierten sowohl die Wahlkampfstrategie wie auch die inhaltliche Ausrichtung des Wahlkampfes. Es sei nicht gelungen, die Menschen anzusprechen. Diese Bewertung teilte Laschet und formulierte eines seiner Ziele: „Die Bürger müssen wieder emotional angesprochen werden.“ Angemahnt wurde im Kreisvorstand auch die Entwicklung von Visionen.

Einleitend hatte der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Schulte-Drüggelte MdB von einem „katastrophalen“ Ergebnis gesprochen und in Erinnerung gerufen, dass in zwei Jahren die Kommunalwahl stattfinden würde. „Die kommunale Ebene ist unser Rückgrat, wenn die wegbricht, bekommen wir ein Problem.“ Und schon im nächsten Jahr würde der Bundestagswahlkampf stattfinden.

„Jetzt muss ein Ruck durch die Partei gehen“, forderte Eva Irrgang (Wickede). Einig war sich der Kreisvorstand mit Armin Laschet, dass wieder vermehrt die inhaltliche Diskussion geführt werden müsse. Er setze sich dafür ein, dass die CDU in Nordrhein-Westfalen ein eigenes Grundsatzprogramm mit Visionen erarbeite. Dabei gehe es auch darum, verlorene Kompetenzen, wie z. B. die Wirtschaftskompetenz, zurück zu gewinnen.

Für den Fall seiner Wahl zum CDU-Landeschef kündigte Lachet an, in den nächsten fünf Jahren „das Land intensiv zu bereisen“. Er wolle mit den verschiedenen Bevölkerungsgruppen und Interessensverbänden in einen intensiven Dialog eintreten.

Auch die Frage, ob es bei der CDU in NRW eine Doppelspitze mit einem Parteichef und einem Fraktionschef geben solle oder ob beide Funktionen in einer Hand liegen sollen, wurde erörtert. Während sich einige Vorstandsmitglieder für die Bündelung aussprachen „um Reibungsverluste zu vermeiden und ein starkes Gesicht zu haben“, warb Laschet für die Doppelspitze. „Karl-Josef Laumann und ich vertrauen uns gegenseitig. Unser Aufgabenheft ist zu dick, als dass das einer alleine könnte.“