CDU Kreisverband Soest

Bernhard Schulte-Drüggelte informiert sich über Kinderschutzbund im Kreis Soest

KSB sucht erneut ehrenamtliche Telefonberater

Es begann mit Zweifeln. Heute ist es ein voller Erfolg: Wenn Hans Meyer, Vorsitzender des Kinderschutzbundes im Kreis Soest, daran zurück denkt, dass seine Mitstreiter und er im Jahr 2007 noch unsicher waren, ob sich die Einrichtung eines Sorgentelefons für Kinder- und Jugendliche für den Kreis Soest überhaupt lohnt, kann er heute nur lachen. Knapp 8000 Anrufe allein im Jahr 2011 rechtfertigen die hohe Bedeutung der „Nummer gegen Kummer“. Davon zeigte sich jetzt auch der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Bernhard Schulte-Drüggelte beeindruckt, der der Geschäftstelle des Kinderschutzbundes in der Niederbergheimerstraße einen Besuch abstattete und sich über die ehrenamtliche Arbeit des Kinderschutzbundes im Kreis Soest informierte. Mit dabei waren auch der ehemalige Direktor des Soester Amtsgerichts und Vorstandsmitglied des Kinderschutzbundes, Helmut Ismar, die Vorsitzende der CDU-Fraktion im Rat der Stadt Soest, Christiane Mackensen, sowie der CDU-Kreistagsabgeordnet Guido Niermann.

„Ich dachte immer, die meisten Kinder würden wegen Zeugnisärger und schlechter Noten anrufen“, räumt Schulte-Drüggelte ein, wurde aber vom Vorstand des Kinderschutzbundes eines Besseren belehrt: Rund 40 Prozent der Sorgenanrufe handeln von Mobbing und Ausgrenzung, daneben spielen auch Liebeskummer, Misshandlungen oder häusliche Gewalt eine große Rolle. Zu keiner Zeit stehe das Telefon still, berichtet Hans Meyer. Sei ein Anruf beendet, klingelte das Telefon erneut. Dies zeige auch deutlich die Notwendigkeit einer anonymen Beratung bzw. den Bedarf der Kinder und Jugendlichen. Meyer: „Wir alle sind nach wie vor überrascht von der Intensität der Inanspruchnahme durch Kinder und Jugendliche, und zwar überwiegend im Alter von 12 bis 14 Jahren. Die ehrenamtlichen Telefonberater hören zu, unterstützen oder vermitteln an entsprechende Institutionen weiter.

Das Kinder- und Jugendtelefon ist dabei integraler Bestandteil der bundesweiten „Nummer gegen Kummer“. Seit es im Jahr 2010 im Kreis Soest an den Start gegangen ist, wurden in drei Ausbildungswellen Telefonberater für den Einsatz an der kostenfreie Hotline fit gemacht. Jetzt ist der Kinderschutzbund wieder auf der Suche nach Mitarbeitern, um das wichtige Angebot aufrechterhalten zu können. Ein neuer Ausbildungskurs soll spätestens 2013 starten. Der Bundestagsabgeordnete und seine Begleitung sagten zu, das Anliegen im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen und dafür zu werben.

Hans Meyer berichtete dem Bundestagsabgeordneten, dass alle Helfer eine intensive aber kostenlose Ausbildung durchliefen, die durchaus für den weiteren Lebenslauf von Bedeutung sein könne. Als Gegenleistung verpflichteten sich die Helfer, mindestens zwei Jahre regelmäßig das Kinder- und Jugendtelefon zu besetzen. Vorgesehen seien zwei Einsätze im Monat à zwei Stunden. Die geschulten Beraterinnen und Berater erhielten zum Abschluss ein Zertifikat, das Auskunft über den Einsatz und über die rund 100-stündige Ausbildung für die Tätigkeit als Telefonberater/in gebe. Da manche Gespräche durchaus belastend sein könnten, biete der Kinderschutzbund regelmäßige Supervisionen an. Überdies sorgten regelmäßige Weiterbildungen für den hohen Qualitätsstandard der Berater. Aktuell arbeiten 29 Helfer für die Nummer gegen Kummer. Sie sind immer montags bis freitags von 15 h bis 19 h im Einsatz.

Neben seiner „Nummer gegen Kummer“ engagiert sich der Kinderschutzbund Kreisverband Soest auch für verschiedenen soziale Projekte in Kindergärten und Schulen. Darüber hinaus übernimmt er zum Beispiel Musik- und Sportpatenschaften für Kinder, deren Eltern sich die Beiträge nicht leisten können. Außerdem gibt der Kinderschutzbund Zuschüsse zum Mittagessen für sozial schwache Kinder. Der Kinderschutzbund finanziert sich dabei ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

Weitere Informationen zur Nummer gegen Kummer und die Anforderungen an die ehrenamtlichen  Helfer gibt es auf der Homepage www.nummergegenkummer.de. Bewerbungsunterlagen samt Lebenslauf gehen an den DKSB Soest e. V. , Niederbergheimer Str. 24 in 59494 Soest oder an info@kinderschutzbund-kreis-soest.de