CDU Kreisverband Soest

CDU-Kreistagsfraktion unterstützt Hospiz-Idee für den Kreis Soest

Ein Hospiz im Kreis Soest, diese Idee findet bei der CDU-Kreistagsfraktion Unterstützung. Waldemar Hampel und Sigrid Kübler-Monitor vom Evangelischen Perthes-Werk Soest waren jetzt in der CDU-Fraktion zu Gast, um ihre Initiative zur Gründung eines stationären Hospiz‘ vorzustellen. „Uns geht es heute darum, ein Wir-Gefühl für unser Anliegen zu entwickeln“, kündigte Waldemar Hampel an.
Unser Foto zeigt Sigrid Kübler-Monitor (3.v.l.) und Waldemar Hampel (Mitte) im Kreis der Mitglieder des CDU-Fraktionsvorstandes.Unser Foto zeigt Sigrid Kübler-Monitor (3.v.l.) und Waldemar Hampel (Mitte) im Kreis der Mitglieder des CDU-Fraktionsvorstandes.

„Im Hospiz bekommen unheilbar Kranke in ihrer letzten Lebensphase eine würdevolle, respektvolle, umfassende und kompetente Betreuung und Pflege. Dabei spielt die Kontrolle der verschiedenen Symptome eine große Rolle, u.a. die Schmerztherapie. Bei allen pflegerischen und palliativmedizinischen Handlungen stehen die persönlichen Wünsche und körperlichen, sozialen, psychischen und spirituellen Bedürfnisse des sterbenden Menschen im Mittelpunkt. Außerdem werden Beratung und Trauerbegleitung für die Angehörigen angeboten“, erläuterten die Gäste vor den CDU-Politikern.

Laut Umfragen möchten 90 Prozent der Menschen zuhause sterben. Tatsächlich sterben aber 50 Prozent der Menschen im Krankenhaus und 20 Prozent im Pflegeheim. Hospize wollen eine menschenwürdige Alternative sein, wenn eine Krankenhausbehandlung nicht mehr möglich ist und deshalb von den Krankenkassen auch nicht bezahlt wird. Ein Pflegeheim kommt ebenfalls oft aufgrund unzureichender medizinischer und pflegerischen Versorgungsmöglichkeiten nicht in Frage. Bisher gibt es im Kreis Soest kein stationäres Hospiz. „Wir möchten das ändern“, so Waldemar Hampel und Sigrid Kübler-Monitor. Derzeit prüft dass Ev. Perthes Werk die Möglichkeit der Bebauung an einem eigenen Standort. Wenn diese Frage geklärt sei, würde die konkrete Umsetzungsphase beginnen.

Die laufenden Kosten im Hospiz finanzieren sich durch einen Anteil der Krankenkassen und je nach Pflegestufe durch die Pflegekassen (gesamt 90%)

Der Träger des Hospizes muss 10% als Eigenanteil aufbringen. Dies geschieht in Form ehrenamtlicher Mitarbeit und Spenden. Für den Hospizgast entstehen keine Kosten.

„Wir verstehen uns ausdrücklich nicht als Konkurrenz zur Hospizbewegung im Kreis Soest, sondern als Ergänzung und stehen mit den Hospizbewegungen in den verschiedenen Orten im Kontakt“, seit 2009 in einer bestehenden Arbeitsgruppe zur Gründung eines stationären Hospiz, mit dem Ziel der engen Vernetzung der ambulanten und Stationären Arbeit, betonten die beiden Referenten.

Irmgard Soldat, stellvertretende Landrätin und auch Vorsitzende der Pflegekonferenz, machte deutlich, dass die Einrichtung eines Hospiz’ im Kreis Soest wichtig sei. Sie werde oft gefragt, warum es bisher kein Hospiz im Kreis geben würde. „Sie wollten ein Wir-Gefühl für ihr Vorhaben entwickeln, bei uns ist ihnen das gelungen“, verabschiedete Fraktionschef Ulrich Häken die Gäste.