CDU Kreisverband Soest

Vertrauensvorschuss für Peter Liese

Uhlenberg: Liese überzeugender Anwalt für die Region – Stickeler vor Beul bei Stellvertreterwahl
„Wie eine Eins steht dieser Bezirk hinter seinem Europaabgeordneten Peter Liese“ war Umweltminister Eckhard Uhlenberg begeistert. Von 118 Delegierten, die diesen Montagabend in Lippstadt zur Kandidatenkür gekommen waren, stimmten 118 für den 42jährigen Arzt aus Meschede. „Das ist die bestmögliche Vorlage der Südwestfalen-CDU für ein starkes Wahlergebnis im kommenden Juni 2009“.
Auch wenn es seine vierte Nominierung war, zeigte sich Liese bewegt vom kräftigen Rückenwind seiner Parteifreunde. 55 Prozent Zustimmung der Wähler in 2004 habe er als große Verpflichtung empfunden, die er gerne gewissenhaft fortsetzen wolle.
„Mir ist wichtig, dass der EU-Kommission klar ist, das mittelständische Auto-Zulieferer, die Leuchtenindustrie und andere Mittelstandsunternehmen bei uns viel mehr Arbeitsplätze schaffen als Großbetriebe wie Nokia, die mit viel Geld versuchen Druck für ihre Interessen in Brüssel zu erzeugen“. EU-Tourismuspolitik müsse nicht für die Billigflieger, sondern auch für Betriebe der Freizeitbranche im Sauerland gut sein. Liese setzte sich für eine europäische Nutzung der Kernkraft und gegen eine Vollmitgliedschaft der Türkei in der EU ein. Die EU sei für die Verbindung von Frieden, Wohlstand und Fairness unverzichtbar. Daher mache ihm Sorge, wenn wie in Irland Europa von vielen Bürgern grundsätzlich skeptisch gesehen werde.
Bezirksvorsitzender Uhlenberg hatte sich zuvor ausdrücklich bei Liese bedankt: Er gehöre zu den einflussreichen Politikern in Straßburg und Brüssel und habe zugleich nie die Bodenhaftung bei den Bürgern in seiner Heimat zwischen Siegen und Soest und Schmallenberg verloren. Großen Beifall zollten die Delegierten und Gäste im Kurhaus der erfolgreichen Lobbyarbeit Lieses, um nach dem Sturm Kyrill rund 90 Millionen Euro europäische Mittel nach Nordrhein-Westfalen zu holen.
Europas bestimmt Wirtschaft und Alltag auch im Sauer- und Siegerland immer mehr: „Das macht die Rolle und Arbeit von Liese als Anwalt und Botschafter für den Standort Südwestfalen so wichtig“, machte Uhlenberg mit Hinweis auf den EU-Absatz der heimischen Betriebe oder die Auswirkungen der FFH- und Umweltrichtlinien deutlich.

Minister Krautscheid: Gemeinsamer Wahltermin tut Kommunal- und Europapolitik gut

Nordrhein-Westfalens Europaminister Andreas Krautscheid sagte Liese zu, noch enger für Landesinteressen zusammen zu arbeiten. Er habe für die Düsseldorfer Vertretung in Brüssel die Devise ausgegeben, NRW müsse noch früher und noch besser als bisher über wichtige Hintergrundentwicklungen in der EU und kommende Entscheidungen im Bilde sein. Die Größe des Landes mache unverzichtbar, sich ganz konkret europäisch einzumischen: „Was in Brüssel heute entschieden wird, haben wir spätestens in zwei Jahren national oder regional auf dem Tisch – für Korrekturen ist es dann meist zu spät“. Krautscheid begrüßte ausdrücklich, dass Kommunal- und Europawahl künftig in Nordrhein-Westfalen auf einen Tag fallen sollen. Das tue der Vermittlung und nötigen Beteiligung der Bürger für die Politik zu Hause wie in der EU nur gut.

Delegierte setzen Stickeler aus Lennestadt als Liese-Vertreter vor Beul aus Werl

Mit 69 zu 49 Stimmen entschieden sich die Delegierten aus den fünf Südwestfalenkreisen als Stellvertreter Lieses für den 47jährigen Berufsschullehrer Stefan Stickeler aus Lennestadt. Er hatte sich bei den Delegierten beworben, um „etwas für unsere südwestfälische Heimat zu leisten“. Als Qualitäten führte er seine Erfahrungen als Ratsmitglied seiner Gemeinde und aus ehrenamtlicher Arbeit in der internationalen Arbeit des Diözesan-Kolpingverbandes Paderborn an. Stickeler hat mit seiner mexikanischen Ehefrau eine siebenjährige Tochter.
Dem unterlegenen Ulrich Beul, 32jähriger Maschinenbauingenieur aus Werl, verheiratet, sagte Uhlenberg zu, sich für eine gute Platzierung auf der Landesliste einzusetzen. Beul ist Spitzenkandidat der Jungen Union NRW. Er stellte sich Nachwuchspolitiker aus der Jungen Union Südwestfalens vor, der „etwas bewegen will“. Dafür bringe er Erfahrungen aus international vernetzter Arbeit im Brief, aus Einblicken in die Parlamentsarbeit von Peter Liese und langjähriger Gremienarbeit in der CDU mit. Auch für die „echte Gleichstellung der deutschen Sprache mit Englisch und Französisch“ wolle er sich stark machen.