CDU Kreisverband Soest

Medizinische Versorgung hat für die CDU eine Schlüsselfunktion

CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn MdB will Rahmenbedingungen verbessern

„Eine gute medizinische Versorgung hat für die Attraktivität des ländlichen Raumes eine Schlüsselfunktion“, unterstrich der gesundheitspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jens Spahn MdB, bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Kreis-CDU und der Senioren Union. Der hiesige CDU-Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Bernhard Schulte-Drüggelte stellte in seiner Begrüßung fest, eine gute medizinische Versorgung sei eines der wichtigen Ziele der CDU: „Wenn wir hier keine oder nur wenig Ärzte, Apotheken und Krankenhäuser haben, dann stirbt unsere Region aus“.

In seinen einleitenden Worten konzentrierte sich Spahn auf die ärztliche Versorgung. Wichtig ist ihm, „dass wir das Thema im Miteinander und nicht im Gegeneinander angehen und wir müssen gute Rahmenbedingungen setzen, damit es für Ärzte lukrativ ist, sich in den ländlichen Regionen nieder zu lassen“. Dazu gehörten auch finanzielle Anreize, wie Zuschläge für die medizinischen Einrichtungen und Ärzte. Erst kürzlich sei vereinbart worden, dass die Notdienste der Apotheken besser vergütet würden.

Aber mit Geld alleine lasse sich das Problem, dass es immer weniger Ärzte in den „dünner besiedelten Räumen“ gebe, nicht lösen. Ländliche Regionen müssten attraktiver werden und die Arbeitsbelastung müsse sinken. Ärzte im ländlichen Raum müssten wesentlich mehr Notdienste leisten, als ihre Kollegen in den Ballungszentren. Wenn es nicht gelinge, Ärzte für die ländlichen Regionen zu gewinnen, wären bald gar keine Ärzte mehr da, die Notdienste leisten könnten.

Auch bei der Ausbildung könne Einiges geändert werden, um die Situation zu verbessern. Den Numerus clausus als entscheidendes Kriterium für das Medizin-studium lehnt er ab. Zudem müssten weitere Kriterien für die Zulassung zum Medizinstudium entwickelt werden. Wenn jemand schon als Pfleger oder als Rettungsassistent gearbeitet habe, solle das bei der Auswahl berücksichtig werden. Viel verspricht sich Spahn davon, wenn angehende Ärzte Teile ihrer Ausbildung nicht nur an den Unikliniken absolvieren müssten, sondern auch an Krankenhäusern in der Fläche. „Wahrscheinlich würde das bei einigen jungen Medizinern einen Klebeeffekt erzeugen: In den ländlichen Regionen ist es auch schön und lebenswert, hier könnte ich auch meine Arztpraxis eröffnen“.

In ihrem Schlusswort kündigte die Kreisvorsitzende der Senioren Union, Gertrud Sternschulte, an, die CDU und Senioren Union würden das Thema weiter verfolgen, denn eine gute medizinische Versorgung sei wichtig für die Menschen vor Ort.