CDU Kreisverband Soest

Einbruchskriminalität im Kreis Soest auf Rekordniveau:

Werner Lohn: „Im Kreis Soest liegt die Aufklärungsquote bei nur 14,39%“

„Seit Minister Jäger im Amt ist, hat sich die Zahl der jährlichen Wohnungseinbrüche in Nordrhein-Westfalen um 10.000 auf 54.000 erhöht“, erklärt Werner Lohn, CDU-Landtagsabgeordneter aus Geseke-Langeneicke. Im Vergleich zu 1980 habe sich die Fallzahl sogar mehr als verdoppelt. Parallel dazu habe sich die Aufklärungsquote nahezu halbiert und stagniere inzwischen bei dürftigen 13,6 Prozent. Im Kreis Soest liegt die Quote bei nur 14,39 % Prozent. „Von 100 Wohnungseinbrüchen im Kreis Soest bleiben also 85 unaufgeklärt. Dieser Zustand ist skandalös“, betont Lohn und fordert Minister Jäger auf, stärker gegen Wohnungseinbruchsdiebstahl vorzugehen.


Werner Lohn MdLWerner Lohn MdL

„Die Polizei muss personell in die Lage versetzt werden, Einbruchskriminalität wirksam zu bekämpfen“, fordert der CDU-Politiker. Statt selber tätig zu werden, fordere der Minister mit einem Präventionsprogramm die Bürgerinnen und Bürger auf, ihre Wohnungen stärker gegen Einbrüche zu sichern. Hierdurch werde jedoch das Kriminalitätsproblem nicht gelöst, ist sich Lohn sicher: „Professionelle Einbrecherbanden aus Osteuropa lassen sich von besseren Türschlössern nicht abhalten.“ Die Mitglieder dieser Banden kennzeichne ein besonders rücksichtsloses und zielgerichtetes Vorgehen. Deswegen bedürfe es einer konsequenten Strategie der Repression.

Diesem Ziel scheine sich Minister Jäger jedoch nicht verpflichtet zu fühlen, kritisiert Lohn. So sei der Anteil der Kriminalpolizei am Gesamtpersonalbestand der Polizei seit 30 Jahren nahezu unverändert, obwohl sich die Zahl der Wohnungseinbrüche seither mehr als verdoppelt habe. „Anstatt die Bürgerinnen und Bürger vor Wohnungseinbrüchen zu schützen, setzt Minister Jäger mit Blitz-Marathons und Großrazzien auf große Schlagzeilen“, kritisiert der Christdemokrat. Durch diese Aktionen würden polizeiliche Ressourcen verschwendet, die an anderer Stelle fehlten. Lohn fordert den Minister auf, „für eine aufgabengerechte Personalausstattung der Kriminalpolizei zu sorgen; die Kriminalpolizei in die Lage zu versetzen, wirksam und dauerhaft gegen Wohnungseinbrüche vorzugehen und eine Gesamtstrategie zur repressiven Bekämpfung von Straftaten vorzulegen.“ Eine diesbezügliche Initiative der CDU-Fraktion (Antrag Drs. 16/5760) werde in der kommenden Plenarwoche im Landtag debattiert.