Werner Lohn: Ortsnahe allgemeinmedizinische Versorgung im Kreis Soest muss sichergestellt werden
„Wir müssen alle Hebel in Bewegung setzen, um die ortsnahe allgemeinmedizinische Versorgung in unserer Heimat sicherzustellen. Ohne unsere Hausärzte geht das nicht. Sie sind das Rückgrat dieser Versorgung“, warnt der CDU-Landtagsabgeordnete Werner Lohn aus Geseke-Langeneicke. Denn im Kreis Soest droht laut neuesten Zahlen des Landes in den Gemeinden Ense, Möhnesee, Welver und Wickede sowie den Städten Erwitte und Rüthen bereits jetzt eine Gefährdung der hausärztlichen Versorgung.
Das NRW-Gesundheitsministerium hat Mitte März eine Liste veröffentlicht. Aus dieser geht hervor, dass in 92 nordrhein-westfälischen Gemeinden eine Unterversorgung bei den niedergelassenen Hausärzten bevorsteht. In Südwestfalen sind 20 Kommunen hiervon betroffen: Im Kreis Soest sind dies die Gemeinden Ense, Möhnesee, Rüthen, Welver und Wickede; in 48 weiteren NRW-Gemeinden erscheint zudem eine solche Gefährdung zumindest auf mittlere Sicht möglich: Hier sind im Kreis Soest die Gemeinden Anröchte und Bad Sassendorf betroffen.
Lohn erklärt hierzu: „Aufgrund des demografischen Wandels stehen wir hier vor einer gewaltigen Herausforderung. Der drohende Ärztemangel ist eines der drängendsten Probleme bei uns im ländlichen Raum. Die hausärztliche Versorgung ist in vielen Teilen Nordrhein-Westfalens immer schwieriger zu gewährleisten.“ Die CDU-Landtagsfraktion hat dieses Problem bereits Anfang 2013 aufgegriffen. Aus diesem Grund hat sie die Initiative „Arzt vor Ort“ ins Leben gerufen. „Mit dieser Initiative möchte die CDU erreichen, dass ortsnahe, allgemeinmedizinische Versorgung in Nordrhein-Westfalen zukünftig besser und umfassender sichergestellt ist“, erläutert der heimische Abgeordnete. Daher fordert die CDU die Landesregierung auf, endlich im Raum Ostwestfalen-Lippe eine weitere medizinische Fakultät für NRW einzurichten. Des Weiteren braucht es aus Sicht der CDU Anreize, damit junge Ärzte nach dem Studium eine Hausarztpraxis im ländlichen Raum übernehmen. Die Landesregierung ist in der Pflicht, die flächendeckende Hausärzte-Versorgung zu gewährleisten – speziell im ländlichen Raum, aber auch in unterversorgten Ballungsräumen. Auch muss der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ zur Geltung kommen.
„Eine der Hauptaufgaben von Politik ist es, Herausforderungen frühzeitig zu erkennen und ausreichende Maßnahmen zu ergreifen, um sie zu bewältigen. Das sollte insbesondere auch für den sich abzeichnenden Hausärztemangel gelten. Ich bin daher der festen Überzeugung, dass wir alle nun mit Hochdruck daran arbeiten müssen, diese Herausforderung zu bewältigen“, so Lohn abschließend.