Bundesgesundheitsminister Gröhe begrüßt Forderungen der Kreis-CDU
„Ich teile die Auffassung des CDU-Kreisverbandes Soest, dass es Aufgabe der Gesundheitspolitik ist, die Rahmenbedingungen für die ärztliche Tätigkeit zu verbessern. Dies ist wichtig für die Attraktivität des Arztberufs, die wir steigern müssen, damit mehr junge Menschen sich für den Arztberuf entscheiden. Damit dies gelingt, bedarf es eines Bündels von Maßnahmen, dazu gehören auch stärkere Anreize zur Niederlassung“, schreibt Gröhe.
Der Minister weist auf einen Gesetzentwurf hin, der mittlerweile vom Bundeskabinett verabschiedet wurde. Ziel des Gesetzentwurfs sei es, den „strukturellen Versorgungsengpässen besser begegnen zu können“. Die Verantwortlichen vor Ort sollen mehr Möglichkeiten erhalten, stärkere Anreize für eine Niederlassung in unterversorgten Gebieten zu setzen, dazu sollen auch die Fördermöglichkeiten verbessert werden. Die finanzielle Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin soll von 5.000 Stellen auf 7.500 Stellen erhöht werden. Zudem sollen Weiterzubildende in der ambulanten Versorgung die gleiche Vergütung wie ein Assistenzarzt im Krankenhaus erhalten. Dadurch würde sichergestellt, so Gröhe, dass jeder, der sich für eine Weiterbildung zum Hausarzt entscheide, eine Förderung erhalte.
Abschließend weist der Minister darauf hin, dass Kommunen Einwirkungsmöglichkeiten erhalten sollen, die ärztliche Versorgung durch die Gründung von Medizinischen Versorgungszentren zu sichern. Die Entwicklung eines „Masterplans Medizinstudium 2017“ soll dazu beitragen, das Medizinstudium für junge Menschen interessanter zu gestalten.
Der CDU-Kreisvorsitzende Bernhard Schulte-Drüggelte MdB freut sich über die positive Antwort des Bundesministers. Mehrere der Anregungen der Kreis-CDU würden jetzt auf Bundesebene umgesetzt, das würde auch die Situation vor Ort verbessern.
Ulrich Häken, Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion, die den Antragsentwurf für den CDU-Kreisparteitag erarbeitet hatte, kündigte an: „Wir bleiben am Ball und werden jetzt konkrete Vorschläge für die Umsetzung vor Ort erarbeiten.“