CDU Kreisverband Soest

CDU-Kreistagsfraktion: Wie bekommen wir Ärzte in unseren Kreis?

Die CDU-Kreistagsfraktion sorgt sich um die ärztliche Versorgung im Kreis Soest. Als ersten Schritt, um die ärztliche Versorgung sicher zu stellen, will die CDU eine zentrale Anlaufstelle für in der Ausbildung befindliche Ärzte und Studenten beim Kreis einrichten. Dies ist die zentrale Forderung eines Antrags, den die CDU-Politiker im Kreistag jetzt an den Ausschuss für Regionalentwicklung formuliert haben.
Dr. Bernhard ReilmannDr. Bernhard Reilmann

Schon jetzt sei in fast der Hälfte der Städte und Gemeinden des Kreises die hausärztliche Versorgung akut gefährdet und in vier Kommunen habe mindestens die Hälfte der Hausärzte das 60. Lebensjahr erreicht, analysiert die CDU-Fraktion. Bei der Anlaufstelle, dem „Lotsen“, sollen angehende Ärzte umfangreiche Informationen und Unterstützung erhalten, wenn sie eine Berufsausübung als Arzt im Kreis Soest anstreben. „Dieser Lotse unterstützt in vielfältiger Weise bei allen Fragestellungen, die im Zusammenhang mit der ärztlichen Aus- und Weiterbildung, besonders aber mit der Berufsausübung von der Assistentenzeit bis zur Niederlassung, auftauchen. Beispielsweise bei der Suche nach einem ärztlichen Arbeitsplatz, einer Praxis, bei der Suche nach einem Arbeitsplatz für den Partner, bei der Suche nach einem Kindergartenplatz für die Kinder, bei allen notwendigen administrativen und existenzgründenden Aufgaben und Voraussetzungen“, heißt es in dem Antrag.

„Wenn der Rückgang der in freier Praxis niedergelassenen und auch in Krankenhäusern tätigen Ärzte in unserer Region nicht aufgehalten wird, hat das fatale Folgen für unsere Heimat. Eine ausreichende ärztliche Versorgung gehört zu den Grunderwartungen der Menschen. Unsere Region verliert an Attraktivität. Wer möchte schon in einer Region leben, in der eine ausreichende ärztliche Versorgung nicht gesichert ist“, begründet CDU-Fraktionschef Ulrich Häken (Ense) der CDU-Antrag.

Kreistagsmitglied Dr. Bernhard Reilmann (Lippstadt) ergänzt, ein Patentrezept zur Sicherung der ärztlichen Versorgung gäbe es nicht. Die Lösungsansätze seien vielschichtig und könnten nur in Zusammenarbeit auch mit Dritten bzw. durch Dritte umgesetzt werden. Das was der Kreis dazu beitragen könne, müsse er auch einbringen. Die Kernfrage laute: „Wie gewinnen wir Ärzte für unseren Kreis?“ Deshalb gehe es in erster Linie darum, Mediziner für den Kreis Soest zu interessieren und ihnen umfangreiche Hilfestellung zu geben, wenn sie hier arbeiten sich weiterbilden oder niederlassen wollten. Das Angebot eines „Lotsen“ würde den Kreis Soest von anderen Kreisen im Bemühen um Studenten der Medizin, um Ärzte für Assistentenstellen und Weiterbildung oder aber auch für die Niederlassung zu gewinnen deutlich abheben und den Kreis Soest „noch ein Stück attraktiver werden lassen“.

Der Antrag der Kreistagsfraktion geht auf eine >Initiative des letzten CDU-Kreisparteitags zurück, bei dem sich die Christdemokraten intensiv mit der Sicherung der ärztlichen Versorgung im Kreis Soest befasst hatten.