Die Absicht der Finanzämter, den Schützenvereinen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen, wenn sie keine Frauen aufnehmen, wird vom Vorsitzenden des CDU-Kreisverbandes Soest, Ansgar Mertens, scharf kritisiert. Gemeinsam mit den übrigen CDU-Kreisvorsitzenden aus Südwestfalen (dem Hochsauerlandkreis, dem Märkischen Kreis, dem Kreis Olpe und dem Kreis Siegen-Wittgenstein) fordert er den Finanzminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Norbert Walter-Borjans, auf, „diesen Unfug sofort zu stoppen“.
Ansgar MertensUnisono erklären die fünf CDU-Kreischefs: „Die Schützenvereine in Südwestfalen leisten Großes für das Allgemeinwohl und den Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Sie wirken weit über ihre eigene Mitgliedschaft hinaus und es profitieren nicht nur die Mitglieder, sondern die gesamte Gesellschaft, also auch Frauen und Kinder.“ Keine Frau fühle sich diskriminiert, wenn sie nicht im Männerchor mitsingen dürfe und kein Mann ziehe vor Gericht, um bei den Landfrauen mitzuwirken. Es sei blanker Unsinn in diesem Fall von einer Diskriminierung auszugehen. Umso unverständlicher sei es, dass die Finanzämter dieses Engagement nicht würdigen, sondern den Vereinen durch die Aberkennung der Gemeinnützigkeit in den Arm fallen, heißt es weiter in der gemeinsamen Erklärung. „Denn gerade in diesen Zeiten ist unsere Gesellschaft auf das Engagement der Ehrenamtlichen angewiesen und deshalb müssen die staatlichen Institutionen ihren Beitrag leisten, dass dieses Engagement gestärkt und nicht geschwächt wird,“ so Mertens abschließend.