CDU Kreisverband Soest

Daten sind das Gold des 21. Jahrhunderts

Prof. Dr. Patrick Sensburg MdB diskutierte mit Kreis-CDU

„Das Leben findet heute digital statt“, stellte Prof. Dr. Patrick Sensburg vor Mitgliedern der Kreis-CDU fest. Wer kenne heute noch Telefonnummer auswendig, frage er eher rhetorisch. Mittlerweile seien diese Daten in den Handys gespeichert.
„Die zunehmende Digitalisierung bietet Chancen, birgt aber auch Risiken in sich, deshalb greifen wir als Kreis-CDU das Thema in ihrer Veranstaltungsreihe „Gemeinsam Zukunft sichern“ auf“, machte CDU-Kreischef Ansgar Mertens in seiner Begrüßung deutlich. Mit Patrick Sensburg als Vorsitzenden des NSA-Untersuchungsausschusses des Deutschen Bundestags hatte er einen Experten für das Diskussionsforum unter dem Titel „NSA-Skandal – Affäre oder Chance“ gewonnen.
Für Sensburg war es wichtig, auf die Erkenntnisse aus dem Untersuchungsausschuss einzugehen, die weit über die Arbeit der Geheimdienste hinausgingen. 50 bis 70 Milliarden Euro betrage der Schaden für den deutschen Mittelstand, der jährlich durch Industriespionage verursacht werde. „Früher wurde die Blaupause von hochkomplexen Konstruktionen im Safe gesichert, heute werden die Pläne auf Servern gespeichert und per Mail verschickt.“ Datensicherheit sei heute ein großes und wichtiges Thema, gerade für den Hochtechnologiestandort Deutschland. „Wir müssen uns vor Industrie- und Wirtschaftsspionage schützen“, forderte der Parlamentarier. Und weiter: „Wenn wir positiv an das Thema herangehen, dann können wir es schaffen, Weltmarktführer bei der Datensicherheit zu werden. Entweder wir gestalten es oder wir werden gestaltet.“
Auch im privaten Bereich sei Datensicherheit ein wichtiges Thema. In diesem Zusammenhang setzte er sich kritisch mit Gesundheits-Apps auf Smartphones auseinander.
Auf die Arbeit des Untersuchungsausschusses eingehend, wies er auf die rund 100 Zeugen, die man bisher vernommen habe, und auf die über 2.800 Akten, die vom Ausschuss bearbeitet worden seien, hin. Er sei zu der Überzeugung gelangt, dass Spionage ein weltweites Phänomen sei. Dabei gehe es nicht nur um Wirtschaftsspionage, sondern auch um Schutz vor Terrorismus. Deshalb sei auch die Zusammenarbeit mit den Geheimdiensten befreundeter Staaten notwendig, aber dabei müsse man auch Vorsicht walten lassen.
„Wenn die Arbeit des Untersuchungsausschusses zur Sensibilisierung im Umgang mit Daten beigetragen hat, dann ist der Untersuchungsausschuss schon erfolgreich“, fasste Sensburg zusammen.